Raue, schuppende Stellen auf sonnengeschädigter Haut können Hautkrebsvorstufen (aktinische Keratosen) sein. Ich behandle sie, bevor daraus weißer Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom) wird.
Überblick
Auf einen Blick
Diagnostik | mit bloßem Auge und dem Dermatoskop (Auflichtmikroskop), bei Unklarheit Gewebeprobe |
Verfahren | photodynamische Therapie, Laserabtragung, mechanisches Abtragen (Kürettage), Cremes |
Behandlungsdauer | je nach Verfahren und Areal |
Sitzungen | je nach Befund |
Kosten | Diagnostik und Abklärung sind Kassenleistung. Die photodynamische Therapie mit dem SkinFlex M ist Selbstzahler- bzw. Privatleistung |
Grundlagen
Was sind aktinische Keratosen?
Aktinische Keratosen sind Frühformen des weißen Hautkrebses. Sie entstehen dort, wo die Haut über Jahre UV-Licht ausgesetzt war: an Stirn, Nase, Ohren, Glatze, Unterlippe, Handrücken und Unterarmen. Typisch sind raue, schuppende Stellen, die sich eher ertasten als sehen lassen und die nicht abheilen.
Ein Teil dieser Veränderungen geht unbehandelt in eine ausgereifte Form des weißen Hautkrebses über, das Plattenepithelkarzinom. Welche das sind, lässt sich im Einzelfall nicht vorhersagen.
Sind größere zusammenhängende Areale betroffen, spricht man von Feldkanzerisierung. Dann wird die gesamte Fläche behandelt.
Vorgehen
Die Verfahren
Photodynamische Therapie. Wir tragen einen Wirkstoff auf, der sich gezielt in den veränderten Zellen anreichert. Anschließend wird das Areal mit Licht bestrahlt, das diese Zellen zerstört. Wir arbeiten mit dem SkinFlex M, einem LED-System mit 1.400 Leuchtdioden und Daylight-Programmen. Die Behandlung ist damit deutlich schmerzärmer als die klassische photodynamische Therapie mit herkömmlichen Lampen. Das Verfahren eignet sich besonders bei größeren zusammenhängenden Areale (Feldkanzerisierung).
Laserabtragung. Einzelne Keratosen lassen sich gezielt mit dem CO2-Laser abtragen.
Mechanisches Abtragen (Kürettage). Einzelne Herde können auch mit dem "scharfen Löffel" abgetragen werden.
Cremes. Je nach Befund kommen auch Cremes zur Selbstanwendung über Tage oder Wochen infrage.
Welches Verfahren geeignet ist, richtet sich nach Zahl, Lage und Ausdehnung der Veränderungen.
Eignung
Wann sollten Sie einen Termin vereinbaren?
Stellen Sie sich bei rauen, schuppenden Stellen vor, die nicht abheilen oder immer wieder aufreißen und verkrusten.
Aktinische Keratosen sind ein Anlass, auch die übrige Haut untersuchen zu lassen. Wer sie hat, trägt allgemein ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von weißem Hautkrebs.
Kosten
Die Abklärung verdächtiger Hautstellen ist in jedem Alter Kassenleistung.
Bei der Behandlung unterscheiden die gesetzlichen Krankenkassen:
Verfahren | Gesetzliche Krankenkasse |
Medikamentöse Behandlung mit Cremes | wird übernommen |
Mechanisches Abtragen (Kürettage) | wird übernommen |
Photodynamische Therapie mit dem SkinFlex M | Selbstzahlerleistung |
Abtragung mit dem CO2-Laser | Selbstzahlerleistung |
Bei Privatversicherten wird nach der GOÄ abgerechnet. Für die Selbstzahlerleistungen erhalten Sie vorab einen festen Kostenplan.
Terminbuchung
In Doctolib buchen Sie unter „Allgemeine Dermatologie“ die Terminart „Hautsprechstunde“.
Kein Termin im Online-Kalender frei?
Rufen Sie uns an unter 040 / 53 90 99 30 oder schreiben Sie an info@derma-doro.de. Wir halten Termine frei, die online nicht buchbar sind.
Vorstufen behandeln, bevor Krebs entsteht. Vorstufen behandeln, bevor Krebs entsteht.
Hautkrebsvorstufen
Häufige Fragen
Ist eine aktinische Keratose schon Hautkrebs?
Sie ist eine Frühform. Die veränderten Zellen sind auf die oberste Hautschicht begrenzt. Unbehandelt kann daraus weißer Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom) entstehen.
Woran erkenne ich eine aktinische Keratose?
An rauen, schuppenden Stellen auf sonnenbelasteter Haut, die nicht abheilen. Sie sind oft besser zu ertasten als zu sehen.
Tut die photodynamische Therapie weh?
Die Daylight-Programme des SkinFlex M sind deutlich schmerzärmer als die klassische photodynamische Therapie mit herkömmlichen Lampen. Ein Brennen während der Bestrahlung ist möglich.
Muss ich danach etwas beachten?
Das behandelte Areal ist vorübergehend lichtempfindlich. Nach einigen Tagen kommt es zu Rötung, Schuppung und Krustenbildung, die nach maximal 14 Tagen wieder abklingen. Konsequenter Lichtschutz ist erforderlich, dauerhaft auch zur Vorbeugung weiterer Veränderungen.
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Medizinisch geprüft von Dr. med. Annika Momkvist-Uzunoğlu · Stand 23.08.2026