Dr. Annika Momkvist-Uzunoğlu

Früh erkannt ist Hautkrebs fast immer heilbar. Deshalb ist das Screening die wichtigste Untersuchung, die ich anbiete.

Überblick

Auf einen Blick

Untersuchungsdauer

ca. 10–20 Min.

Schmerzen

keine

Vorbereitung

ideal: ungeschminkt, ohne Nagellack

Intervall

alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr als Kassenleistung · bei erhöhtem Risiko jährlich oder häufiger

Kosten

Kassenleistung ab 35 Jahren · unter 35 Jahren als Selbstzahlerleistung 50 € (einzelne Krankenkassen übernehmen es freiwillig) · privat GOÄ

Akut

Sie haben ein auffälliges Muttermal?

Hat sich ein einzelnes Muttermal verändert, buchen Sie in Doctolib unter „Allgemeine Dermatologie“ die Terminart „Ein auffälliges Muttermal“ oder kommen Sie in die offene Akutsprechstunde, Mo–Fr 08:30–09:00 Uhr. Für die vollständige Untersuchung der Haut buchen Sie bitte „Hautkrebsvorsorge / Hautkrebs-Screening“.

Zur Person

Fachlicher Hintergrund

Zum schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) habe ich an der Universitätsklinik Kiel geforscht und promoviert. Danach war ich sieben Jahre an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und habe dort meine Facharztausbildung abgeschlossen.

Früh erkannter Hautkrebs ist in den meisten Fällen heilbar. Auffällige Muttermale sehe ich mir unter dem Auflichtmikroskop an und dokumentiere sie bei Bedarf digital.

Grundlagen

Was ist das Hautkrebs-Screening?

Hautkrebsvorsorge und Hautkrebs-Screening meinen dasselbe: die systematische Untersuchung der gesamten Haut – vom Scheitel bis zu den Fußsohlen, einschließlich Kopfhaut, Nägeln und Zehenzwischenräumen – auf verdächtige Veränderungen. Auffällige Muttermale beurteile ich mit dem Auflichtmikroskop (Dermatoskop). Verdächtige Befunde entferne ich ambulant im eigenen Eingriffsraum und lasse sie feingeweblich untersuchen.

Eignung

Für wen ist die Vorsorge besonders wichtig?

Besonders wichtig ist die Vorsorge für Menschen mit vielen oder auffälligen Muttermalen, mit hellem Hauttyp oder roten bis blonden Haaren, mit schwarzem Hautkrebs (Melanom) bei nahen Verwandten wie Eltern oder Geschwistern, nach häufiger Sonnenbelastung oder Sonnenbränden in der Kindheit und Jugend, nach einer früheren Hautkrebsdiagnose und bei geschwächtem Immunsystem (auch durch immunschwächende Medikamente). Für diese Gruppen empfehle ich kürzere Intervalle.

Selbstkontrolle

Die ABCDE-Regel für zu Hause

Zwischen den Untersuchungen können Sie Ihre Muttermale selbst im Blick behalten – mit der bekannten ABCDE-Regel: Die wichtigen Zeichen sind Asymmetrie, unscharfe Begrenzung, mehrere Farben (Color) und vor allem die Entwicklung – ein Muttermal, das sich in Form, Farbe oder Größe verändert. Das klassische D (Durchmesser über 5 mm) gilt heute nur noch eingeschränkt: Auch kleine Muttermale können bösartig sein. Dazu kommt das „hässliche Entlein“: ein Muttermal, das sich von allen anderen auf Ihrer Haut deutlich unterscheidet. Wenn einer dieser Punkte zutrifft, vereinbaren Sie bitte einen Termin.

Infografik: Die ABCDE-Regel – fünf Kacheln mit schematischen Muttermaldarstellungen

Ergänzend

Mehr Sicherheit bei vielen Muttermalen: die digitale Muttermalanalyse

Bei vielen oder auffälligen Muttermalen stößt jedes Gedächtnis an Grenzen. Dann ergänzt das Full Body Mapping mit dem Canfield IntelliStudio 3 das Screening: standardisierte Ganzkörperfotografie plus KI-gestützte Analyse. So werden Veränderungen über Jahre objektiv vergleichbar.

Nachsorge

Nachsorge nach einer Hautkrebsdiagnose

Wer bereits schwarzen Hautkrebs (Melanom) oder eine der beiden Formen des weißen Hautkrebses (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom) hatte, braucht eine strukturierte Nachsorge. Sie hat zwei Ziele: ein Wiederauftreten früh zu erkennen und die übrige Haut auf neue Tumoren zu untersuchen, denn das Risiko bleibt erhöht.

Intervall und Umfang richten sich nach Tumorart und Stadium und folgen den Leitlinien. Die Untersuchung umfasst die gesamte Haut, die Narbenregion und die zugehörigen Lymphknotenstationen. Bei Bedarf ergänzt die digitale Verlaufsdokumentation die Kontrolle.

Wenn Sie Ihre Nachsorge bisher an einer Klinik oder in einer anderen Praxis erhalten haben, bringen Sie bitte alle Vorbefunde mit.

Die Nachsorge nach einer Hautkrebsdiagnose ist Kassenleistung.

Ihr Termin

Ablauf

Kurze Anamnese

Ich frage nach Risikofaktoren, familiärer Vorbelastung und Veränderungen, die Ihnen selbst aufgefallen sind.

Ganzkörperuntersuchung

Ich untersuche die gesamte Haut, systematisch und in fester Reihenfolge.

Dermatoskopie

Auffällige Muttermale betrachte ich unter dem Auflichtmikroskop.

Besprechung

Wir besprechen den Befund, Ihr persönliches Vorsorgeintervall und bei Bedarf die nächsten Schritte (Verlaufskontrolle, Entfernung, digitale Muttermalanalyse).

Kosten

Für gesetzlich Versicherte übernimmt die Krankenkasse das Screening alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr.

Für Patientinnen und Patienten unter 35 Jahren ist das Screening keine reguläre Kassenleistung. Ein Teil der Krankenkassen übernimmt es trotzdem, mehrere davon bereits ab 15 oder 18 Jahren, einzelne auch die digitale Muttermalanalyse einmal jährlich. Welche Krankenkassen das sind, ändert sich von Jahr zu Jahr. Nennen Sie uns deshalb bei der Terminbuchung Ihre Krankenkasse, dann sehen wir vor dem Termin für Sie nach. Übernimmt sie die Untersuchung nicht, ist das Wunsch-Screening als Selbstzahlerleistung für 50 € möglich. Gerade bei hellem Hauttyp, vielen Muttermalen oder starker Sonnenbelastung ist es sinnvoll.

Wer die Vorsorge häufiger als alle zwei Jahre möchte, ohne dass ein erhöhtes Risiko vorliegt, trägt die Kosten ebenfalls selbst.

Bei Privatversicherten wird nach der GOÄ abgerechnet.

Zeigt sich eine konkret auffällige Hautstelle, ist deren ärztliche Abklärung in jedem Alter Kassenleistung. Das gilt für die einzelne verdächtige Stelle, nicht für das vollständige Vorsorge-Screening. Dafür finden Sie im Online-Kalender unter „Allgemeine Dermatologie“ die eigene Terminart „Ein auffälliges Muttermal“. Dieser Termin ist kurz gehalten und ausschließlich für die eine Stelle vorgesehen, um die es geht.

Ausblick: Der Gesetzgeber hat 2026 mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen, das Hautkrebs-Screening überprüfen zu lassen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) soll bis Ende 2027 über eine mögliche Umstellung auf ein risikobasiertes Screening entscheiden. Bis dahin bleibt der Anspruch ab 35 Jahren bestehen.

Terminbuchung

In Doctolib finden Sie die Vorsorge unter „Allgemeine Dermatologie“ als „Hautkrebsvorsorge / Hautkrebs-Screening“. Für den ersten Besuch in der Praxis buchen Sie „Hautsprechstunde/Hautkrebsvorsorge Neupatienten“.

Geht es um eine einzelne Stelle, die Ihnen aufgefallen ist, buchen Sie „Ein auffälliges Muttermal“. Dieser Termin ist bewusst kurz und für genau diese eine Stelle vorgesehen. Weitere Anliegen und die vollständige Untersuchung der Haut brauchen einen eigenen Termin.

Kein Termin im Online-Kalender frei?

Rufen Sie uns an unter 040 / 53 90 99 30 oder schreiben Sie an info@derma-doro.de. Wir halten Termine frei, die online nicht buchbar sind.

Hautkrebsvorsorge

Häufige Fragen

01
Ist mein Muttermal gefährlich?
02
Mein Muttermal hat sich verändert – wie schnell bekomme ich einen Termin?
03
Ist Hautkrebsvorsorge dasselbe wie Hautkrebs-Screening?
04
Ab welchem Alter ist die Vorsorge sinnvoll?
05
Wie oft sollte ich gehen?
06
Zahlt meine Krankenkasse das Screening auch unter 35?
07
Muss ich mich komplett ausziehen?
08
Was passiert, wenn ein Muttermal auffällig ist?

Weitere Themen

Dermatologie · Digitale Muttermalanalyse · Operative Eingriffe · Hautkrebsvorsorge: Ablauf und Häufigkeit

Quellen

S3-Leitlinie „Prävention von Hautkrebs“ (Leitlinienprogramm Onkologie, AWMF-Reg.-Nr. 032-052OL): https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/032-052OL · Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des G-BA: https://www.g-ba.de/richtlinien/17/ · Krebsinformationsdienst des DKFZ zur Hautkrebsfrüherkennung: https://www.krebsinformationsdienst.de/hautkrebs/frueherkennung

Medizinisch geprüft von Dr. med. Annika Momkvist-Uzunoğlu · Stand 23.08.2026