Dr. Annika Momkvist-Uzunoğlu

Hautkrebsvorsorge: Ablauf und Häufigkeit

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Beim Hautkrebs-Screening untersuche ich die gesamte Haut von Kopf bis Fuß; dies dauert 10 bis 20 Minuten. Gesetzlich Versicherte haben alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr Anspruch darauf; bei Risikofaktoren ist ein kürzeres Intervall sinnvoll.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Auf eine kurze Anamnese, das Gespräch zu Ihrer Vorgeschichte, folgt die systematische Untersuchung der Haut einschließlich Kopfhaut und Nägeln; auffällige Muttermale betrachte ich unter dem Auflichtmikroskop.

Wie oft sollte ich zur Vorsorge gehen?

Ohne Risikofaktoren empfehle ich die Untersuchung alle zwei Jahre; jährlich oder häufiger ist sie sinnvoll bei hellem Hauttyp, vielen Muttermalen, einem Melanom bei nahen Verwandten oder früherer eigener Diagnose.

Zahlt die Krankenkasse auch unter 35 Jahren?

Für Patientinnen und Patienten unter 35 Jahren ist das Screening keine reguläre Kassenleistung. Ein Teil der Krankenkassen übernimmt es trotzdem, mehrere davon ab 15 oder 18 Jahren. Nennen Sie uns bei der Terminbuchung Ihre Krankenkasse, dann sehen wir für Sie nach. Übernimmt Ihre Krankenkasse das Screening nicht, kostet es als Selbstzahlerleistung 50 €. Zeigt sich eine konkret auffällige Hautstelle, übernimmt die Krankenkasse deren Abklärung in jedem Alter. Das betrifft die einzelne verdächtige Stelle, nicht das komplette Screening. Im Online-Kalender ist das die Terminart „Ein auffälliges Muttermal“ unter „Allgemeine Dermatologie“.

Was bedeutet es, wenn ein Muttermal entfernt wird?

Meistens ist es eine Sicherheitsmaßnahme. Die Entscheidung zur Entfernung treffe ich, wenn Risikomerkmale vorliegen. Ich schicke das Gewebe zur feingeweblichen Untersuchung ins Labor; den Befund erhalten Sie nach 10 bis 14 Tagen.

Was ist digitale Muttermalanalyse?

Sie kombiniert Ganzkörperfotografie mit einem KI-Vergleich bei Folgeterminen und ist bei vielen Muttermalen sinnvoll. Mit der ABCDE-Regel prüfen Sie Ihre Haut zwischen den Terminen selbst: A wie Asymmetrie: Das Muttermal ist ungleichmäßig geformt. B wie Begrenzung: Der Rand ist unscharf oder ausgefranst. C wie Color: Ein Muttermal zeigt mehrere Farbtöne. D wie Durchmesser: Das Muttermal misst klassisch über 5 mm, wobei dieses Kriterium heute nur noch eingeschränkt gilt, denn auch kleine Muttermale können bösartig sein. Umso wichtiger ist E wie Entwicklung: Ein Muttermal, das sich in Form, Farbe oder Größe verändert, ist das bedeutsamste Warnzeichen. Ergänzend gilt die Regel vom „hässlichen Entlein“: Ein Muttermal, das sich von allen anderen auf Ihrer Haut deutlich unterscheidet, sollten Sie mir zeigen.

Weiter zur Untersuchung

Hautkrebsvorsorge · Digitale Muttermalanalyse

Quellen

S3-Leitlinie „Prävention von Hautkrebs“ (Leitlinienprogramm Onkologie, AWMF-Reg.-Nr. 032-052OL): https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/032-052OL · Krebsinformationsdienst des DKFZ zur Hautkrebsfrüherkennung: https://www.krebsinformationsdienst.de/hautkrebs/frueherkennung

Medizinisch geprüft von Dr. med. Annika Momkvist-Uzunoğlu · Stand 23.08.2026