Akne: Was hilft wirklich?
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Akne ist eine behandelbare Hauterkrankung, keine Frage mangelnder Hygiene. Wirksam sind medizinische Wirkstoffe wie Benzoylperoxid, Retinoide oder Azelainsäure, in schwereren Fällen verschreibungspflichtige Therapien. Reine Kosmetik reicht bei echter Akne selten aus. Ausdrücken, aggressives Schrubben oder „Austrocknen“ verschlimmern das Hautbild meist.
Warum bekomme ich Akne?
In der Pubertät regen männliche Geschlechtshormone (Androgene) die Talgproduktion an. Die Talgdrüsen verstopfen, und Mitesser entstehen. Entzünden sie sich, werden daraus entzündete Knötchen (Papeln) und Eiterpickel (Pusteln). Genetische Veranlagung ist einer der Hauptfaktoren. Akne ist kein Zeichen von Unsauberkeit, und die Ernährung ist meist nicht der entscheidende Faktor.
Was kann ich selbst tun?
Setzen Sie auf wenige, milde Produkte: seifenfreie Reinigung und leichte, nicht fettende Pflege. Und drücken Sie nichts aus.
Wann sollten Sie zu mir kommen?
Bei entzündlichen Knoten, drohender Narbenbildung, seelischer Belastung oder wenn die bisherigen Maßnahmen nicht wirken. Dann verordne ich wirksame verschreibungspflichtige Therapien (Cremes mit Retinoiden, Antibiotika, bei schwerer Akne auch Tabletten).
Zahlt die Krankenkasse?
Die medizinische Aknetherapie übernimmt auch die gesetzliche Krankenkasse.
Und was ist mit den Narben?
Erst behandle ich die aktive Akne. Eingesunkene Aknenarben lassen sich später per RF-Microneedling mildern; das ist eine Selbstzahlerleistung. Medizinische Kosmetik (Ausreinigung, Fruchtsäure) kann die ärztliche Therapie begleiten, ersetzt sie aber nicht.
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Aknebehandlung · Gesichtsreinigung
Quellen
Patienteninformation des BMG zu Akne (gesund.bund.de): https://gesund.bund.de/akne · S2k-Leitlinie „Behandlung der Akne“ (AWMF-Reg.-Nr. 013-017): https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-017
Medizinisch geprüft von Dr. med. Annika Momkvist-Uzunoğlu · Stand 23.08.2026