Trockene Haut und Neurodermitis: Pflege, die wirklich hilft
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Die Basis jeder Neurodermitis-Behandlung ist konsequente rückfettende Pflege, und zwar täglich, auch in beschwerdefreien Phasen. Schübe behandle ich zusätzlich medizinisch; moderne Therapien haben die Möglichkeiten in den letzten Jahren stark erweitert. Neurodermitis ist chronisch, aber gut beherrschbar und nicht ansteckend.
Wie mache ich die Basispflege richtig?
Es kommt auf Menge und Häufigkeit an: Tragen Sie mindestens zweimal täglich rückfettende, feuchtigkeitsbindende Cremes großzügig auf; das schützt die gestörte Hautbarriere und beugt Schüben vor.
Welche Trigger sollte ich meiden?
Zu heißes und langes Duschen, aggressive Seifen, kratzige Wolle, trockene Heizungsluft und Stress reizen die Haut; bei der allergischen Form kommen bekannte Allergene dazu.
Muss ich Angst vor Kortison haben?
Nein, bei akuten Schüben lindern Kortisoncremes Entzündung und Juckreiz zuverlässig; korrekt und zeitlich begrenzt angewendet sind sie sicher.
Wann kommt mehr infrage?
Bei schwerer oder großflächiger Neurodermitis stehen die UV-Therapie und moderne Medikamente zur Verfügung, die als Tablette oder Spritze gezielt in die Entzündung eingreifen (Systemtherapien).
Und wie ist es bei Kindern?
Neurodermitis beginnt oft im Säuglings- und Kleinkindalter und bessert sich mit den Jahren häufig deutlich; mehr dazu lesen Sie in der Kinderdermatologie.
Weiter zur Behandlung
Allgemeine Dermatologie · Kinderdermatologie
Quellen
S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis (Neurodermitis)“ (AWMF-Reg.-Nr. 013-027): https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027 · Patienteninformation des BMG zu Neurodermitis (gesund.bund.de): https://gesund.bund.de/neurodermitis
Medizinisch geprüft von Dr. med. Annika Momkvist-Uzunoğlu · Stand 23.08.2026