Dr. Annika Momkvist-Uzunoğlu

Übermäßiges Schwitzen: Was wirklich hilft

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Krankhaftes Schwitzen (Hyperhidrose) ist ein anerkanntes Krankheitsbild und gut behandelbar: von medizinischen Cremes über die Gleichstromiontophorese, eine Behandlung mit schwachem Strom im Wasserbad, bis zu Botulinumtoxin, das die Schweißproduktion für Monate drosselt.

Ab wann ist Schwitzen „krankhaft“?

Die Grenze ist erreicht, wenn es unabhängig von Wärme und Anstrengung auftritt und den Alltag bestimmt: Die Kleidung ist durchnässt, Betroffene vermeiden Händedruck oder Umarmungen und leiden darunter.

Was bringen Deos aus der Drogerie?

Normale Deos überdecken Geruch, drosseln aber nicht die Schweißmenge. Wirksamer sind moderne verschreibungspflichtige Cremes mit dem Wirkstoff Glycopyrronium, die die Schweißdrüsen gezielt hemmen.

Wann hilft Botulinumtoxin?

Wenn Cremes und Iontophorese nicht ausreichen, blockieren feine Injektionen die Schweißdrüsensignale für 3 bis 6 Monate; für die Achseln ist das der wirksamste ambulante Standard.

Zahlt die Krankenkasse?

Die Botulinumtoxin-Behandlung übernimmt sie in der Regel nicht; das ist eine Selbstzahlerleistung. Die Gleichstromiontophorese (Leihgerät für zu Hause) übernimmt auch die gesetzliche Krankenkasse.

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Übermäßiges Schwitzen

Quellen

S1-Leitlinie „Definition und Therapie der primären Hyperhidrose“ (AWMF-Reg.-Nr. 013-059): https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-059

Medizinisch geprüft von Dr. med. Annika Momkvist-Uzunoğlu · Stand 23.08.2026